Gasherbrum II
Mit 8034 m ist der Gasherbrum II (auch bekannt als K4; Jiāshū'ěrbùlǔmù Shān) der dreizehnthöchste Berg der Erde. Er gehört zur Gasherbrum-Gruppe, die südöstlich des K2 im Grenzgebiet der Volksrepublik China und Pakistan liegt. Der Gasherbrum II ist der Hauptgipfel der sogenannten eigentlichen Gasherbrum-Gruppe. Er erstreckt sich in west-östliche Richtung und bildet einen etwa 7.600 m hohen Bergrücken, auf dem in der Mitte die Gipfelpyramide des Gasherbrum II thront. Im Westen sitzt auf diesem Bergrücken die Gipfelpyramide des Gasherbrum III, der als Nebengipfel des Gasherbrum II gilt. Östlich des G-II-Gipfels folgt der Gasherbrum II Ost, der eine rundliche Gipfelform aufweist. Die Nebengipfel G III und G Ost werden gelegentlich auch als relativ selbständige Hauptgipfel bezeichnet. Der Ostgrat senkt sich ab zum Gasherbrum La, einem etwa 6.500 m hohen Pass, der den Gasherbrum II mit der Nordwand des Gasherbrum I (Hidden Peak) verbindet. Im Westen folgt nach dem G III der Gasherbrum IV, ein eigenständiger Berg, der ebenfalls zum Teilmassiv der eigentlichen Gasherbrum-Gruppe gehört.
Besteigungsgeschichte
Hans Willenpart am Gasherbrum II bei der Erstbesteigung 1956Die Erstbesteigung erfolgte am 7. Juli 1956 durch drei Teilnehmer einer österreichischen Expedition unter Leitung von Fritz Moravec. Neben Moravec selbst gelangten auch Josef Larch und Hans Willenpart auf den Gipfel. Damit eröffneten sie den heutigen Normalweg über den Südwestgrat. Unterhalb der Gipfelpyramide erfolgt eine Querung nach Osten, über den Südostgrat der Pyramide wird der Gipfel erreicht.
Michl Dacher gelang 1987 der Aufstieg.