Manaslu
Der Manaslu (nepali: मनास्लु Manāslu) in Nepal ist mit einer Höhe von 8163 Metern der achthöchste Berg der Erde. Die Manaslu-Gruppe, zu der auch Ngadi Chuli (7871 m) und Himal Chuli (7893 m) zählen, wird auch als Mansiri Himaloder Gurkha Himal bezeichnet. Der Name des Manaslu kommt aus dem Sanskrit und bedeutet Berg der Seele. Der Berg ist außerdem unter der Bezeichnung Kutang bekannt.
Besteigungsgeschichte
Bis Anfang der 1950er Jahre wurde der Manaslu kaum erforscht. In den Jahren 1950 bis 1955 wurden nach ersten britischen Erkundungen vier japanische Erkundungsfahrten durchgeführt, um mögliche Anstiegswege zu suchen. Am 9. Mai 1956 wurde der Manaslu von einer japanischen Expedition unter der Führung von Yuko Maki über die Nordostflanke erstbestiegen. 1971 gelang die zweite Besteigung durch eine japanische Expedition über die Nordwestwand.
1972 gelang einer Tiroler Expedition unter der Leitung von W. Nairz die Durchsteigung der Südwand, wobei in einem Schneesturm zwei Bergsteiger, Andi Schlick und Franz Jäger, starben. Bei dieser Expedition gelangte am 25. April 1972 Reinhold Messner auf den Gipfel des Manaslu (dritte Besteigung). Messner konnte sich vor dem schweren Sturm rechtzeitig in Sicherheit bringen. Er führte auch die erste Besteigung dieses Berges ohne zusätzlichen Sauerstoff durch.
Im Jahr 1981 gelang den Österreichern Sepp Millinger (Waidring) und Peter Wörgötter (Saalfelden) nach der Gipfelbesteigung die weltweit erste Abfahrt von einem 8.000er auf Skiern. Das war zu diesem Zeitpunkt Weltrekord und eine Eintragung ins Guinness-Buch der Rekorde wert. Die Abfahrt vom Manaslu gehört auf Grund der „geringen” Meereshöhe des Basislagers zu den höchsten Abfahrten der Welt.
Michl Dacher erreichte 1984 den Gipfel.